Wappenwesen

Das Wappenwesen in vergangener und neuer Zeit

Mitte des zwölften Jahrhunderts, zwischen dem 1. u. 2. Kreuzzug, begann die Ritterschaft ihre Ausrüstung, insbesondere ihre Schilde, mit einfachen Figuren in Kontrastfarben zu kennzeichnen. 
Dies war notwendig geworden, da der Helm des Ritters dessen Gesicht verdeckte und die Kampfgefährten  (oder Gegner)  ihn nur an dem Bild – Symbol seines Schildes
( Wappenschild ) erkennen konnten.
Neben dieser ursprünglichen Bedeutung als bald ein erbliches Familienzeichen.
Mit Beginn des 14. Jahrhundert und wesendlichen  Änderung der Kriegstechnik, das bewaffnete Fußvolk ersetzte zunehmend die Ritterschaft, verlagerte sich die Heraldik mehr und mehr Ritter in voller Rüstung  auf das Tuniergeschehen, den Reiterkampfspielen der höfischen Gesellschaft. Ritterkämpfe

Etwa zu dieser Zeit begann der Kaiser und später in dessen Delegierung die kaiser-lichen Hofpfalzgrafen, Wappen in Form von Wappenbriefen verleihen. Häufig war hiermit die Erhebungen in den Adelstand verbunden.
Diese Praxis fand 1860  mit dem Kaisertum des hl. Römischen Reichs ein Ende.
Der Schild verlor seine kriegerische Bedeutung.

Das Wappen aber lebte weiter.

Denn seit dem Ende des  hl. Römischen Reiche dürfen alle Bürger sich ein bildliches Symbol –Familien  Wappen zulegen.
paralell zu dieser Entwicklung haben seit dem 13. Jahrh. Die Geistlichkeit, Hand -werker, Bürger und Bauern vom freien Recht der Wappenführung in beträchtlichem Umfang Gebrauch gemacht.
Das Recht für jeden, ein Wappen anzunehmen und es zu führen besteht bis zum heutigen Tag und hatte zur Folge das es erheblich mehr selbstangenommene als verliehene - Registrierte Wappen gibt.

Ein Blick in unser Nachbarland Österreich und der Schweiz zeigt uns, das dort ca. 80%  aller Bürger ein eigenes Wappen führen.
Jedoch gib es in Österreich ein Regelung vom Staat hier können dürfen die Bürger keine Wappen eintragen lassen, so weichen sie nach der Schweiz und Deutschland aus.

Bei der Neuannahme eines Familienwappen ist allerdings dafür Sorge zu tragen das sich dieses hinreichend von bereits bestehenden Wappen unterscheidet.
Ist das beachtet, erwirbt das neu angenommene Wappen einen Rechtschutz  nach
§ 12 BGB, der sinngemäß einem Unberechtigten die Führung des eigenen Wappen untersagt.
Eine diesbezügliche Rechtssprechung stammt schon aus dem Jahr 1880 und ist heute eine gefestigte Rechtsüberzeugung.

Die Wappenannahme ist ansonsten keinem Formzwang unterworfen, nur  muss die Absicht zur Wappenführung deutlich werden. Das kann zum Beispiel heißen, das Wappen wird  im Briefkopf, Siegel od. Siegelring geführt.  

Ihr neugeschaffenes Familienwappen sollten Sie registrieren lassen ! Voraussetzung   
ist der öffentlich dokumentierte Führungsanspruch. fast jeder heraldische Verein in Deutschland gibt ein Verzeichniss der neugeschaffenen Familienwappen in Buchform - die sogenannte „ Wappenrolle“ –  heraus. Wir empfehlen die Eintragung Ihres Wappen in der Wappenrolle eines eingetragenen Vereins der selbstlos tätig ist und erfüllt ausschließlich  gemeinnützige Zwecke im Sinne  § 52  der Abgabenordnung.

Die geführte Wappenrolle wird in der Regel  1 - 2  jährigen  Auflage in Buchform herausgegeben und an Nationale und Internationale Archiv, Bibliotheken und Fachvereine verteilt.
Jeder Wappenstifter erhält zusätzlich eine gesiegelte Urkunde (Wappenbrief mit handgemalter farbiger oder Schraffur Wappenabbildung) .

Das  Heraldik - Gremmelmaier übernimmt für Sie  sämtliche Arbeiten zur Registrierung und Veröffentlichung Ihres Wappens.
 
Wilhelm G. Gremmelmaier
         Heraldiker